29.10.2012

Liebevolles Stadtportrait

Wir begeben uns in eine kleine Stadt irgendwo in der Republik. 
Eine wirklich kleine Stadt, wo alles noch nicht so übertrieben urban und hypermodern ist. Wo die Menschen einfach noch Menschen sind und nicht metro- oder sonstwie sexuelle Objekte. Wo man noch auf Traditionen hält und Altes bewahrt. 

Das gilt natürlich auch und gerade für den kulinarischen Bereich - das Lamm war leider gerade geschlossen. 

Wenn etwas Modernes allerdings seine Nützlichkeit einmal bewiesen hat, wird es gerne angenommen, wie hier diese schwerästhetische Straßenmöblierung. 
 

 


Der Friseur betreibt hier noch seinen guten alten SALON und heißt in der kleinen Stadt nicht etwa "CreHAARtiv", "HAARnoi" oder "SchamHAAR". Hier brauchts keinen blödsinnigen Namen. 

Hier brauchts Drogen, zB in Form von gutem alten Flaschenbier oder traditionellen Tabakstengeln.



















Die Jugend vertreibt sich ihre Zeit im Sportverein und findet Erbauung beim Herrgott in der Kirche. 
Kommunikationshilfen gleich am Automaten.


Hier im kleinen Städtchen im Irgendwo wird der Konsumterror erfolgreich eingebremst!

Hier nimmt man sich noch die Zeit fürs Wesentliche. Den  Menschen im Kunden.
Dann kann man natürlich auf schnöden Tand  in der Auslage getrost verzichten. 

 





Daß das Ganze Idyll auch seine Schattenseiten hat, soll allerdings nicht verschwiegen werden:

Die kleine Stadt wird von Touristen geradezu überrannt, die die Gasse zum Ballermann und die Nacht zum Tage machen und die der Stadtbevölkerung den Schlaf rauben.

Nicht nur das - diese Kretins räumen in ihrem Rausch noch nicht einmal den Abfall  weg.

Aber sowas ist heutzutage wohl kaum zu vermeiden. Wir leben nun mal in einer schlimmen Zeit. 








Diese Fotostrecke wurde leider trotz mehrerer Veröffentlichungsandrohungen noch immer nicht vom Stadtmarketing der kleinen Stadt gefördert. Gegen Zahlung einer unangemessen hohen Summe bin ich natürlich gerne bereit, den Beitrag zu löschen oder den Namen der Stadt zu nennen. Wer zuerst kommt ...

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