27.07.2016

One day out of office

Da ist man arbeitsunfähig und sitzt daheim und beginnt zu verstehen, warum den-ganzen-Tag-am-Fenster-sitzen-und-auf-die-Straße-schauen durchaus eine anstrengende und ausfüllende, vor allem wohl auch eine sinnstiftende Aufgabe sein kann:

Es beginnt bereits morgens um 0704 Uhr: weithin hörbare Diskussion unter Nachbarn, irgendwie soll eine Baustelle eingerichtet werden, der eine Nachbar (im Folgenden A) hat dem Bauunternehmer (im Folgenden U) aber nicht mitgeteilt, daß das Nachbarschaftsverhältnis schwierig ist. Also stellt A morgens entsetzt fest, daß der andere Nachbar (im Folgenden B) heute Urlaub hat und ausgerechnet heute anwesend ist und auch sein Auto nicht wegfährt. Irgendwelche Grenzbefestigungen des B wollten der A und der U ohne Wissen des B für ihre Bauarbeiten nutzen, der B hat dem A dann erklärt, daß er frühzeitig schlau war und vorausschauenderweise die Grenzbefestigungen aus gutem Grund ein paar Zentimeter ins Grundstück hinein versetzt hat, sodaß jetzt sowohl die schöne Überrumpelungstaktik als auch die Pläne von A beim Teufel sind. 

Frühstückspause

Gegen 10 kommt dann auch tatsächlich der U mit dickem Bagger, der ohnehin nicht aufs Grundstück kommen würde und LKW ... Fortsetzung aber erst morgen, denn gerade rechtzeitig vor Eskalation geht der LKW des U kaputt und muß später dann aus der Sackgasse geborgen werden. Also erstmal aus technischen Gründen keine Bautätigkeiten möglich. 

Kaffeepause. 

Zwischendurch hält in unserer schmalen Sackgasse ein Ölzulieferer und blockiert dickere Autos, insbesondere den scheinbar nagelneuen dicken Benz des mobilen Mechanikers, der sich nicht traut, neben dem Ölwagen vorbeizufahren. Also wendet er, stellt seinen Benz ab und läuft nach hinten, wo der LKW des U kaputt herumsteht. 
Bis er allerdings zurückkommt, hat sich sein doch recht prolliges Gefährt ohne Gang und Handbremse in der leicht abschüssigen Straße selbständig gemacht und fährt nun schräg über die Straße, reißt zwei meiner Absperrpfosten um und parkt autonom fahrend (man kannte das bisher ja nur von Tesla) mit dem Kotflügel direkt in der Kante unserer Garagenmauer. Wie gesagt, war ein neuer Benz. Jetzt nicht mehr. 

Nachdem der Mechaniker erstmal die Pfosten wieder aufgestellt  



und auch tatsächlich die Beschwerungssteine alle wieder eingesammelt hatte, staunt er sehr, als ich mich bemerkbar mache ... und ich solle ihn doch bitte nicht wegen Fahrerflucht anzeigen, er sei ja noch da. 
Mir lagen da wegen übler Fahrlässigkeit eigentlich andere Tatbestände auf der Zunge, vor allem wenn man weiß, daß auf dieser Straße gerne kleine Kinder spielen, aber ich konnte mich zurückhalten und war ehrlich: Wenn Anzeige, dann aber wegen "öffentlicher Belustigung". Er hats aber nicht so recht verstanden. 

Mittagspause (mit Kaffee & B)

Einige Zeit später kam dann noch der schwere BergepanzerAbschlepper, der den LKW abgeholt hat. In der schmalen Sackgasse hatte der Fahrer eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe, die er in der Tat souverän erledigte, was die Schaulustigen auch angemessen würdigten! Ich bewundere Leute, die derart leicht mit derart schwerem Gerät umgehen!

Und dann kam da noch ein Vermesser vorbei, der wohl im Rahmen eines anderen Nachbarschaftsstreits (ja, auch an dieser Front wirds noch lustig werden) tätig wurde.

Nachmittagskaffee


Danach Gang zum DurchblickdienstleisterOptiker ... aber davon das nächste Mal ...

Ein anstrengender Tag neigt sich dem Ende zu ... ich halt diesen Streß nicht mehr aus, da ist es ja im Büro geruhsamer. 

Wie soll man da jemals gesund werden?

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