14.01.2017

Hab ichs nicht gesagt?

Wie vermutet gab es diese Woche tatsächlich jede Menge interessante Neuigkeiten, die uns auf der Demonstration für das Künzelsauer Krankenhaus und begleitend in der Presse verkündet wurden!


Erstmal ein Brief, in dem Reinhold Würth dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Herrn Karlheinz Börkel, eigentlich sagt, daß er, Würth, sich das Recht herausnimmt, selber zu denken und seine eigene Meinung zu haben und diese auch auszusprechen. Auch wenn diese Meinung dem Herrn Börkel nicht genehm sein sollte. Nach meinem Empfinden ein Abwatschen allererster Klasse - mein herzlicher Dank für diese Worte, zeigt sich doch einmal mehr, welches Verständnis von ihrer Tätigkeit und von demokratischer Meinungsbildung die von uns gewählten "Vertreter" offenbar haben!
 
Und dann natürlich die Aussage, daß die BI und der Landrat endlich an einem Tisch sitzen und miteinander reden. Hat der Landrat endlich begriffen, daß sein Politikstil der Geheimnistuerei aus der zeit gefallen und unangebracht ist? Oder hat er das doch nicht wirklich begriffen und das Gespräch diente etwa nur zum Einlullen? Denn leider sei das Gespräch, so zitiert die Stimme, "inhaltsleer" gewesen. Sehen wir es mal positiv: Immerhin spricht man miteinander!

Weiter wurde noch mitgeteilt, daß ein neuer Geschäftsführer für das Hohenloher Krankenhaus gefunden wurde, was dann kurz darauf auch bestätigt und mit Namen und Gesicht versehen wurde: Jürgen Schopf heißt der Neue und er hat Erfahrung mit der Leitung eines "Doppelkrankenhauses", nämlich in der Südpfalz, wo sein bisheriger Arbeitgeber, Asklepios, die Kliniken in Kandel und Germersheim betreibt. 
Asklepios? ... da klingelt doch was ... genau! Da war vor kurzem eine große Story im SPIEGEL unter der Überschrift "Der kranke Konzern". Und wenn man nach Asklepios googelt, liest man viel  Negatives, unter anderem gerade ganz aktuell von einer Klinikschließung in Lenggries.

In der Stimme wird berichtet, daß die Künzelsauer Ärzte ein eigenes Konzept zur Aufrechterhaltung zumindest eines Belegbetten-Krankenhauses erarbeitet haben. Das ist zwar nicht wirklich der "Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses", aber solange die vom Herrn Landrat angekündigten Konzepte weiterhin sein Geheimnis sind, kann man ja über diese Konzepte nicht weiter diskutieren und muß eigene machen ... wie schön wäre es, gemeinsam tragfähige Konzepte zu erarbeiten und umzusetzen ...

Gänzlich verzwickt wird die Lage dadurch, daß die beantragten Fördergelder aus dem Landestopf plötzlich doch nicht so sicher sind, wie man uns verwaltungsseitig bisher immer vorgegaukelt hat. Von den knapp über 120 Mio im Topf soll Öhringen allein 50 Mio bekommen? Bei knapp 25 Bewerbern? Und daran glaubt ernsthaft jemand? 
Das Thema wurde vor langer Zeit schon einmal auf der Demonstration angesprochen - ohne jede Reaktion der Verwaltung ... der Hohenlohekreis als Wolkenkuckucksheim. 

Ein Wolkenkuckucksheim, das vielleicht gar keines mehr ist, sprechen die Künzelsauer doch demnächst sogar mit dem zuständigen Minister! Und das unter völliger Nichteinhaltung des Dienstwegs!

Tja, es ist Vieles passiert in den letzten Wochen! 

So viel, daß sich am heutigen Samstag die Stimme in Person von Ralf Reichert (dieser Beitrag ist leider "PREMIUM" ... ich würde ihn nicht so nennen) vollends verwirrt und ratlos zeigt und gar nicht mehr weiß, aus welcher Richtung der Wind jetzt weht. Und dabei ist der Wind doch so kalt, daß man sein Mäntelchen braucht ...  
"Verworren" sei die Situation, liest man,  und "50:50" stünden die Chancen. Wobei ... die Chancen für was eigentlich? Hier immerhin meint Reichert, uns endlich aufklären zu müssen, weil von dem, um was es wirklich bei der Abstimmung im Kreistag geht "mancher Künzelsauer womöglich eine ganz andere Vorstellung hat". Lieber Herr Reichert: Erstens sollten Sie Ihre Leser nicht für dumm halten und zweitens ... wenn es denn tatsächlich so sein sollte, wie Sie sagen, woran liegt denn das? Vielleicht daran, daß das Quasimonopolblatt der Region seine Leser nicht wirklich umfassend und tiefgehend über die ganzen Vorgänge und Zusammenhänge unterrichtet hat? 
"Publikumsbeschimpfung" heißt ein Stück von Handke, und genau das betreiben Sie mit Ihrem Kommentar, Herr Reichert!

Ach, wie schön könnte es doch sein, wenn "der Bürger" sich einfach an das halten würde, was ihm wohlwollende Politiker und Presse vorkauen ... aber nein ... müssen diese Querköpfe auch noch selber denken ... man wird wirklich sarkastisch, wenn man den Politikern zuhört und die Zeitung liest.

Venceremos! 

PS: Und wer immer der Überzeugung ist, daß die Kommunikation unserer "Oberen" stets offen, ehrlich und bürgernah ist, den verweise ich auf: 
http://www.buergerinitiative-wir-sind-hk.de/aktuelles/
Man beachte das Datum, das dort genannt ist: März(!) 2016.

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