05.07.2016

Meuthen und seine ganz persönliche Alternative zur Alternative

Ja, da ist doch der Herr Meuthen heute tatsächlich aus der AfD-Fraktion ausgetreten. Weil es da, wie man der Lügenpresse entnimmt,
a) doch tatsächlich einen gibt, den selbst der Herr Meuthen noch als Rechtsexterremisten einschätzt 
und
b) nicht genügend andere gibt, die den Herrn ebenfalls als unzumutbaren Rechsextremisten einschätzen. 

Lieber Herr Meuthen: Man hat Sie vor der Wahl mehrfach gefragt, ob und wie Sie damit leben können, daß Sie persönlich und Ihre Partei gerne von stramm Rechten gewählt werden. Sie haben darauf mit Lächeln und weiter nicht reagiert! 
Sie sind deshalb sehenden Auges zum obersten Vertreter der Rechtsextremisten Baden-Württembergs in Ihr Amt als Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender gewählt worden. Offenbar waren Sie mit dieser Rolle recht zufrieden bisher. 

Warum also wollen Sie so plötzlich mit diesem einen Ihrer Ansicht nach Rechtsextremisten nicht mehr in einer Fraktion zusammensitzen? 
Hat Sie möglicherweise jemand darauf hingewiesen, daß Ihre berufliche Tätigkeit als Landesbeamter, gar als Professor (das ist ein Lehrer der Jugend!) mit einer derartigen Nähe zum Rechtsextremismus nicht wirklich vereinbar ist? 

Egal, jedenfalls ist Ihre heutige lange angekündigte und mit billigen Mitteln provozierte Reaktion deutlich zu spät: 
Sie sind von der rechten Klientel gewählter Vertreter der Rechtsextremisten in diesem Landtag und damit müssen Sie jetzt leben und danach müssen Sie sich beurteilen lassen
Wie diese Beurteilung von keiner Seite aus ausfällt, können Sie sich sicherlich denken. 

Sich erst von den Rechten wählen lassen und dann nichts mehr mit denen zu tun haben wollen - das ist genau die Art von Verarsche durch Politiker, weswegen die Protestwähler der AfD ihre Stimme gegeben haben. 

Ich weiß noch nicht, in welche Schublade ich sie stecken soll: 
In die, wo die Menschen sind, über die ich herzhaft lache oder in die, wo die von mir Verachteten endgelagert sind.
Momentan tendiere ich zur ersten, denn schlichtweg lächerlich ist, was Sie heute getan haben. Andererseits ... Verachten, weil Sie Menschen zu ihrem persönlichen Vorteil benutzt haben ... klingt auch nicht schlecht. Ich bin mir echt unsicher. 



PS: 
zu a) ich würde ein anderes, weniger politisch-korrektes Wort wählen, um den Herrn zu klassifizieren, mit weniger Buchstaben, wo man sich nicht so leicht vertippen kann.

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