13.12.2017

Nächsten Mittwoch ist wieder Demonstration für das Krankenhaus

Am Mittwoch, den 20.12., ist wieder Demonstration der BI Wir-Sind-HK für den Erhalt des
 

- nein, eigentlich geht es schon gar nicht mehr um den Erhalt des Krankenhausstandortes Künzelsau, es geht genaugenommen um viel mehr, nämlich den bloßen Erhalt einer flächendeckenden Gesundheits-Infrastruktur im gesamten Hohenlohekreis:
  • Wenn man die kolportierten Zahlen anschaut, es wurde schon von einem zu erwartenden Eigenanteil von 80 Millionen für den Neubau in Öhringen gesprochen, dann wird einem Angst und Bang, wie lange der Landrat den Neubauplan überhaupt noch verfolgen kann und wann er vor die Bürger ... pardon: vor den Kreistag und die Presse treten wird und mit allergrößtem Bedauern feststellen wird, daß sich der Hohenlohekreis gar kein Krankenhaus mehr wird leisten können. Oder wollen.  Ich sehe vor meinem innerem Auge, wie man in Mergentheim, Hall und Heilbronn stillvergnügt vor sich hinlächelt und die Zeit für sich arbeiten läßt ...
  • Das Gschwaetz berichtet von alarmierenden Zuständen bei der Notfallrettung, die jedem eine Gänsehaut bescheren müßten - denn jeder könnte jederzeit ein funktionierendes Notfallrettungssystem benötigen! Und auch im verlinkten Beitrag fällt der Name des Landrats - er ist nämlich Präsident des örtlichen DRK, das die Notfallversorgung durchführt. 
  • Die niedergelassenen Ärzte befürchten einen noch gravierenderen Facharztmangel und haben Angst, daß sie für ihre Praxen keinen Nachfolger mehr finden, da der Medizinstandort Hohenlohe für junge Ärzte bald unattraktiv werden wird.
  • Das "medizinische Versorgungszentrum", das uns - von wem wohl? Richtig geraten! - schon so oft versprochen wurde, ist weiterhin nur als Worthülse existent.  
Und all das ist dann die strategische Vorbereitung für eine demographische Struktur, die eine wohnortnahe umfassende medizinische Versorgung zwingend voraussetzt. 

Die Demonstrationen sind also wichtiger denn je! 


Ganz besonders gespannt sind wir natürlich auf die Reaktion der Lokalpresse
Wird sich der Herr Reichert statt zu einer Entgegnung in der Sache wieder zu einem "argumentum ad hominem" hinreißen lassen? 
Und werden wir von demselben Herrn Heer, der sich noch während seiner Veranstaltung im EPYLOG über seiner Meinung nach unangemessene emotionale Wortwahl aufgeregt hat, über "menschenverachtende Hetze" belehren lassen müssen? 

"Menschenverachtend" ist es, wenn man mit den Menschen nicht über ihre elementarsten Bedürfnisse spricht! 

Dabei negiert Heer die Rolle seiner Zeitung und der von ihm geführten Redaktion konsequent: Hätte die Stimme von vornherein recherchiert und ihre Leser umfassend informiert, wie es ihre Pflicht und ihr eigener Anspruch ist, anstatt nur den Dorfbüttel
(oberlehrerhafte Anmerkung: Diese Wortwahl ist angemessen und passend, denn der Büttel ist ja früher mit der Glocke durch die Dörfer gezogen, um die Verlautbarungen der hohen Obrigkeit zu verkünden)
darzustellen, dann hätte vielleicht eine ernsthafte Diskussion in Gang kommen können - eine Diskussion, der die Stimme - auch durch nennen wir es mal selektive Auswahl von Leserbriefen - kreativ aus dem Weg geht. Die Frage nach dem Grund dieses Verhaltens schwebt immer im Hintergrund, wenn man die Hohenloher Zeitung in die Hand nimmt ...


Der Diskussion aus dem Weg geht übrigens auch weiterhin der Landrat ... hatte der mir nicht noch im EPYLOG persönlich in die Hand versprochen, daß er noch "in diesem Herbst" eine umfassende Informationsveranstaltung durchführen würde? 

Der Herbst ist vorbei - der Landrat schweigt weiter. 

Ich hatte es auch nicht anders erwartet. 



Symbolbild: Müll

Die Erhöhung der Müllgebühren scheint schließlich wichtiger. Irgendwann werden wir das sicherlich auch verstehen und ihm wenigstens dafür dankbar sein ...